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Qualitätsprogramme
& Zertifizierung
Die Gesundheitsinformationen, die das CLI erstellt, sind
nach den Vorgaben der Evidenzbasierten Medizin (= EbM) erstellt.
- Das
ist nach heutigem Wissensstand beste Qualität.
Vollständigkeit (umfassende Literatursuche u.
-darstellung), Nachprüfbarkeit (Transparenz)
und Aktualität (Update)
-
Unser Anspruch ist die Vermittlung von abgesichertem Wissen,
die "Evidenzbasierte Gesundheitsinformation".
Wie
vermittelt man der Öffentlichkeit am besten Risiko und die
BESTE DATENLAGE?
- Zu dieser
Frage gibt es ganz wenig Bewiesenes (Evidenz).
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- Die höchste
Qualität der Information (beste Evidenz) ist die richtige
Basis.
- Die Erfahrungen
des Patienten mit Gesundheit, Krankheit gehen generell mit
ein. Man spricht von
"populärer Epidemiologie". Das bedeutet, der
Patient vermengt die dargestellte beste Datenlage
mit seinen "Gesundheitserfahrungen" und kommt zu
"seiner besten Evidenz".
- Ganz entscheidend
beeinflusst wird diese Evidenzgewinnung des Patienten durch die
Sprachwahl
des Vortragenden, wie also der Arzt die Risikokalkulation vorträgt.
Es werden Trainingskurse angeboten, die Entwicklung schreitet fort.
ALLGEMEINES - Was ist Qualität - was reicht nicht?
Was
ist eine Zertifizierung?
- Der
Zertifizierungsvorgang ist eine Maßnahme durch einen unparteiischen
Dritten.
Zertifizierung soll möglichst zuverlässig belegen, dass
die Qualitätsanforderungen an den "Produktionsprozess"
erfüllt sind.
-
Das Ergebnis ist das Zertifikat. Das Qualitätszertifikat nach
DIN EN ISO 9001, 9002 oder 9003 ist eine internationale "Bescheinigung
für die Befähigung des Unternehmens, effektiv und langfristig
Qualität zu produzieren". Zertifizierung schafft beim Kunden
Vertrauen in die Qualitätsleistung des Unternehmens.
Was
ist der Sinn, das Ziel eines Qualitätsprogrammes in der Medizin?
- Qualitätsprogramme
sollen die Qualität des Gesundheitswesens überprüfen
und verbessern.
- Das
Ziel ist der Patient; er soll einen Gesundheitsvorteil haben.
- Qualitätsprogramme
müssen dazu dienen, dass der Patient die Krankheit erfolgreicher
übersteht.
Bürgt die Zertifizierung nach DIN für Qualität
in der Medizin?
- Es ist sehr
fraglich. "Quality
accreditation programmes" mit Gutachtern von derartigen Institutionen
sind in einigen Studien untersucht worden (Quelle Øvretveit).
- Die
Wirksamkeit ist nicht bewiesen; denn "geprüfte
Einrichtungen", die einmal als "schlecht" beurteilt
worden waren, haben 3 Jahre später "gut" bekommen,
ohne dass sie den Ablauf geändert hätten.
Kommentar:
Solche Qualitäts/Zertifizierungs - Programme werden empfohlen ohne
wissenschaftlich zuverlässige Beweise dafür, dass sie der beste
Weg zur Qualitätsverbesserung sind und ohne Beweise der Effektivität.
Man weiß nicht, ob man das Richtige tut, wenn man so prüft!!!
Die Kosten sind höher als die für BEHANDLUNG!
Was
gibt es überhaupt für Programme, um Qualität in
der Medizin zu messen?
- Zu den Qualitätsprogrammen,
die zumindest in einigen Studien untersucht wurden, gehören:
-
a. Solche für ganze Organisationen, wie Krankenhaus -
Qualitätsprogramme
- b.
Teams aus vielen Organisationen, "collaborative
programmes"
- c.
Externe Gutachter von Institutionen, "quality
accreditation programmes" wie DIN
- d.
Programme zur Veränderung des Verhaltens in der praktischen Arbeit,
an medizinischen Leitlinien orientierte Programme
- e.
Nationale oder regionale Qualitätsinitiativen und Strategien
Insgesamt
gibt es sehr wenige zuverlässige Untersuchungen, die dem Patienten
sagen, das oder jenes ist besser..... Die Wirksamkeit der Qualitätsprogramme
von a bis d konnte bislang nicht nachgewiesen werden: Es kann sein, es
kann auch nicht sein; zuverlässig weiß man es nicht.
Punkt "e" ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand zu empfehlen:
- Die
ausführliche Beschreibung des Informationsprozesses und der Strategien
der Behandlung.
- Daran
haben wir uns besonders in den Menüpunkten "Ärzte und
Patienten", "Projekte" orientiert.
Quellen:
John Øvretveit , David Gustafson. Using research to inform quality
programmes. BMJ 2003;326:759-761 http://bmj.com/cgi/content/full/326/7392/759
Quality and Safety in Health Care 2002;11:270-5
David C. Hsia. Medicare Quality Improvement. Bad Apples or Bad Systems?
Agency for Healthcare Research and Quality, US Department of Health and
Human Services, Rockville, Md. http://jama.ama-assn.org/issues/v289n3/ffull/jed20084.html
Was
ist Qualität für uns? - UNSER VORGEHEN
- Für die
Form der Website, die Übersichtlichkeit, Navigation,
Benutzerfreundlichkeit etc. ist die Bewertung durch HON, Check-In
und MedCIRCLE anzustreben.
Die Website berücksichtigt den > HON
Code < (Qualitätskriterien der Health On the Net Foundation)
und die revidierten DISCERN Kriterien
(jetzt "Check-In") des ÄZQ =
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, eine
gemeinsame Einrichtung der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung.
- An der Erstellung
der Informationen haben Patienten an allen Schritten mitgewirkt, es
konnte und kann auch weiterhin öffentlich zu den Inhalten, zum
Format, zur Navigation etc. Stellung genommen werden.
- Das alles
zusammen ist zur Zeit bester Standard, aber für die
Überprüfung des Inhalts der Gesundheitsinformation NICHT
geeignet.
BESTE
QUALITÄT IST ABGESICHERTES WISSEN, entstanden nach
den Vorgaben der Evidenzbasierten Medizin.
Quellen:
John Øvretveit , David Gustafson. Using research to inform quality
programmes. BMJ 2003;326:759-761 http://bmj.com/cgi/content/full/326/7392/759
Quality and Safety in Health Care 2002;11:270-5
David C. Hsia. Medicare Quality Improvement. Bad Apples or Bad Systems?
Agency for Healthcare Research and Quality, US Department of Health and
Human Services, Rockville, Md. http://jama.ama-assn.org/issues/v289n3/ffull/jed20084.html
Ramos KD et al. Validation of the Fresno test of competence in evidence
based medicine. BMJ 2003;326:319-321 http://bmj.com/cgi/content/full/326/7384/319
Wiedemann R, Börner PI et al. Was ist EbM und wie kann man sie optimal
nutzen - Information für Interessierte. Entstanden im Oktober 2002
unter Mitarbeit von Mitgliedern des Fachbereiches Patienteninformation
im Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (im Internet unter
www.ebm-netzwerk.de/ebm_info_interessierte.pdf)
Wiedemann R, Börner PI. Hilfen bei der Evidenzgewinnung. 2001(im
Internet unter www.datapharm-webmotion.de/ebm.html)
4. Symposium Evidenzbasierte Medizin, Freiburg 15.3.2003:
"EbM- was haben Patienten eigentlich davon?"
Wiedemann R & Börner P-I. Was muss der Arzt leisten?
Im Netz unter Deutsches Cochrane Zentrum
http://www.cochrane.de/ebm2003/pdfs/Wiedemann.pdf
Wiedemann R et al. Krankmacher Lebensstil.
2005. conkom Verlag, 70771 Leinfelden Echterdingen T.: 0711 75 47 638
ISBN 3-00-017436-2
©
Rainer Wiedemann & Petra - Ilona
Wiedemann 2002 - 2012
Stand:
Januar 2012
Hier
können Sie lesen, wie wir nach Literatur gesucht haben.
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