Wissen, wie der „gute“ Doktor beraten muss…..

Dies ist ein Fragebogen, den Frauen wie Männer nutzen können. Manche Fragen passen nicht für Männer,
manche nicht für Frauen – einfach auslassen!

Der Fragebogen basiert auf dem zur Zeit besten Wissen.
Die Literaturstellen sind von den Verfassern Petra – Ilona Börner & Rainer Wiedemann erhältlich.


Es geht nicht darum, was Ihre persönliche Ansicht ist. Es geht darum, was Ihnen von Ihrem Ärzteteam gesagt wurde:

Wie zuverlässig sind Sie informiert worden?

 

Bitte wählen Sie einfach die Buchstaben, die vor den Antworten stehen, die am ehesten zutreffen.

 

Getränke mit Koffein (Tee, Kaffee, Cola)
und Fruchtbarkeit
A Mir wurde empfohlen, diese Getränke zu meiden.
B Mir wurden diese Getränke empfohlen.
C Mir wurde keine Anweisung gegeben; auf Anfrage sagte man, dass
man nicht weiß, ob es Zusammenhänge gibt.
D Mir wurde gesagt, es ist egal ob ich diese Getränke häufig zu mir nehme oder nicht.

 

Stress und Fruchtbarkeit A Stress senkt bei beiden Partnern die Fruchbarkeit.
B Stress senkt beim Mann die Fruchbarkeit.
C Man weiß nicht zuverlässig, ob es Zusammenhänge gibt.
D Mir wurde gesagt, Stress senkt die Libido und kann die Partnerschaft stören.

 

Psychische Ursachen der Sterilität A Oftmals „sagt die Seele nein“. Dies ist ein zuverlässig bewiesener Grund der Kinderlosigkeit.
B Die „Psyche“ ist keine Ursache für Kinderlosigkeit, ihr Einfluss ist unerheblich.
C Man weiß nicht zuverlässig, wie die Zusammenhänge sind. Angst und Depression sind sicher bei Sterilitätspatienten (Frauen) häufig.
D Es ist der Stress, der zu den psychischen Problemen führt. – Der Stress der Kinderlosigkeit und der der Behandlung.

 

Alkohol
und Fruchtbarkeit
A Mir wurde empfohlen, Alkohol unbedingt zu meiden, da er die Fruchtbarkeit senkt.
B Mir wurden alkoholhaltige Getränke empfohlen.
C Mir wurde keine Anweisung gegeben; auf Anfrage sagte man,
dass man nicht weiß, ob es Zusammenhänge gibt.
D Mir wurde gesagt, es ist egal ob ich diese Getränke häufig zu mir nehme oder nicht.

 

Rauchen und Fruchtbarkeit A Mir wurde empfohlen,das Rauchen einzustellen, da es unfruchtbar macht.
B Rauchen beeinflusst die Fruchtbarkeit nicht.
C Frauen, die rauchen sollte ein Raucherentwöhnungsprogramm angeboten werden, um ihre Bemühungen das Rauchen einzustellen, zu unterstützen.
D Die Bemühungen, das Rauchen einzustellen, sind erfolglos.

 

 

Spermaantikörper (Abwehrstoffe
gegen Samenzellen)
A Mir wurde empfohlen, diese Untersuchung durchführen zu lassen.
B Mir wurde diese Untersuchung empfohlen, da bei Auffälligkeiten eine Behandlung mit Cortison Vorteile hat.
C Mir wurde von dieser Untersuchung abgeraten.
D Bei mir ist diese Untersuchung nicht durchgeführt worden.

 

Postkoitaltest („Verträglichkeit“
der Samenzellen
im Schleim des Gebärmutterhalses)
A Mir wurde empfohlen, diese Untersuchung durchführen zu lassen.
B Mir wurde diese Untersuchung empfohlen, da bei Auffälligkeiten eine Behandlung Vorteile hat.
C Mir wurde von dieser Untersuchung abgeraten.
D Bei mir ist diese Untersuchung nicht durchgeführt worden.

 

Krampfadern am Hoden A Sie sind ein bewiesener Grund der Kinderlosigkeit und sollen deshalb operiert werden.
B Die Operation ist anzuraten, danach kann man erfolgreich mit Medikamenten behandeln.
C Keine Operation von Krampfadern am Hoden aus Gründen der Fruchtbarkeit.
D
Vielleicht hilft die Operation ja doch, man hat wenig Nachteile.

 

Medikamente bei herabgesetzter Zeugungsfähigkeit A Sie sind bewiesen wirksam und sollen deshalb eingesetzt werden.
B Sie sind vertretbar wegen des Plazeboeffekts.
C Behandlungen mit Medikamenten sind bei männlich bedingter Kinderlosigkeit unwirksam.
D
Behandlungen mit Medikamenten sind bei männlich bedingter Kinderlosigkeit schädlich.

 

Unterwäsche,
Temperatur
und herabgesetzte Zeugungsfähigkeit
A Enge Unterhosen erhöhen die Temperatur im Hodensack (Skrotum) und vermindern den Samenbefund und die Fruchbarkeit.
B Es gibt Zusammenhänge zwischen erhöhter Temperatur im Hodensack und verminderter Fruchtbarkeit.
C Es ist unklar, ob enge oder weite Unterhosen einen Effekt auf die Fruchtbarkeit haben.
D Die Wahl der Unterwäsche ist egal. Erhöhte Temperatur im Hodensack hat einen bewiesen günstigen Effekt auf die Fruchbarkeit.

 

Untersuchung der
Eileiterdurch-
gängigkeit
A Sie ist nach einem Jahr Kinderlosigkeit erforderlich und sollte über Bauchspiegelung durchgeführt werden.
B Die Untersuchung ist im Zeitalter der „künstlichen Befruchtung“ unwichtig.
C Bei Frauen ohne Eileiterschwangerschaft, Entzündung, Endometriose wird die Eileiteruntersuchung durch Ultraschalltechniken durchgeführt.
D Sie ist nicht erforderlich, falls beim Paar die „künstliche Befruchtung“ (IVF / ICSI) durchgeführt wird.

 

Übergewicht und
Fruchtbarkeit
A Starkes Übergewicht (BMI = body mass index über 29) ist immer ein bewiesener Grund der Kinderlosigkeit.
B Übergewicht muss vor der Kinderwunschbehandlung behandelt werden. Dies gelingt sehr gut.
C Bei Frauen mit starkem Übergewicht (BMI = body mass index über 29) und ohne regelmäßigen Eisprung erreicht man nur mit Gruppenprogrammen mit Diät und Sport mehr Schwangerschaften.
D Diätberatung ist immer wirksam und führt bei Frauen mit starkem Übergewicht (BMI = body mass index über 29) zu mehr Schwangerschaften.

 

IVF und
Schmerzbe-
kämpfung
A Die Follikelpunktion ist kaum schmerzhaft, deshalb bedeutet die Narkose mehr Risiko als Nutzen.
B Die Punktion ohne Narkose hat mehr Erfolg (höhere Schwangerschaftsrate).
C Die Punktion der Follikel sollte mit einer Sedierung oder in Kurznarkose durchgeführt werden.
D Die Narkose / Sedierung ist nur bei Frauen mit erhöhtem Angstpegel anzuraten.

 

Nach dem
Transfer
A Liegen nach dem Embryotransfer hat besseren Erfolg als sofort aufstehen.
B Man sollte sich mindestens 14 Tage nach dem Embryotransfer schonen und jede anstrengende Tätigkeit meiden.
C Mehr als 20 Minuten Liegezeit nach dem Transfer verbessert den Erfolg nicht.
D Liegen nach dem Transfer ist ungünstig, es verschlechtert die Schwangerschaftschancen.

 

Blastozysten-
transfer
A Der Transfer nach nach 2/3 Tagen ist erfolgreicher als der nach 5/6 Tagen (Blastozysten).
B Der Blastozystentransfer nach 5/6 Tagen ist erfogreicher als der Transfer nach 2/3 Tagen.
C Es sind keine Unterschiede im Erfolg für den Transfer nach 2/3 Tagen und nach 5/6 Tagen (Blastozysten) bewiesen.
D Bei Frauen über 35 Jahren ist der Blastozystentransfer bewiesen erfolgreicher als der Transfer nach 2-3 Tagen im Achtzellstadium.

© Rainer Wiedemann & Petra – Ilona Wiedemann 2002-2016

Stand: Januar 2016

Hier können Sie lesen, wie wir nach Literatur gesucht haben.

Weitere Informationen zur Evidenzbasierten Medizin erhalten Sie in unserem Buch: Wiedemann R et al. Krankmacher Lebensstil. 2005. conkom Verlag, ISBN 3-00-017436-2 http://www.conkom.de